Über

In diesem Blog sollen Informationen gesammelt werden, die für die Nutzung digitaler Medien im Unterricht hilfreich sind.

Ich selbst nutze ein MacBook Pro, iPad Mini, iPhone und einen Windows-PC. Da ich kein Android-Gerät besitze, fehlen hierzu an manchen Stellen die Informationen. Über Schüler, Kollegen und Internetrecherchen versuche ich diese dennoch zu erfassen. Ein verfügbares WLAN wird vorausgesetzt.

Obwohl es häufig Apps oder Lösungen gibt, die ausschließlich mit Apple-Geräten hervorragend nutzbar sind, suche ich nach Lösungen, die in der Schule realisierbar sind. Hier sind viele Android-Geräte im Einsatz, die oft auch mit veralteten Betriebssystemversionen unterwegs sind. Das BYOD-Prinzip ist die Basis aller Überlegungen. Smartphones als Arbeitsgeräte der Schüler sind eine realistische Basis, die nicht optimal, aber nutzbar ist.

Es müssen Lösungen sein, die sich problemlos umsetzen lassen. Dazu gehört die Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen, Kosten, Urheberrechte und natürlich die didaktischen und methodischen Überlegungen.

Mit der Zunahme der Smartphonenutzung nimmt die Medienkompetenz der Schüler nicht automatisch auch zu, sie schrumpft eher auf WhatsApp- und Browser-Niveau. Smartphones im Unterricht zu nutzen ist also ein Zugewinn an Medienkompetenz auf Schülerseite – und auch für den Lehrer.

Wenn schon die „Digital Natives“ Schwierigkeiten haben, wie sieht es dann im Kollegium aus?

Die große Mehrheit nutzt Mails, Browser, Office – eine positive Hinwendung zu Smartphones und Tablets findet sich weit verbreitet. Es besteht aber eine große Hürde in der Übertragung der oft am Windows-PC erlangten Fähigkeiten auf die anders strukturierten Smartphones und Tablets. Die unbekannte Bedienung und ein allgemeines Grundverständnis fehlen – das schafft Verunsicherung. Auf dieser Basis möchte man diese Geräte nicht im Unterricht nutzen, auch wenn man eine positive Grundstimmung besitzt.

Wie kann man also den Kollegen diesen Schritt erleichtern?

Zunächst lassen sich zwei Perspektiven erkennen: Digitale Medien und ein digitaler Arbeitsprozess können dem Lehrer bei seiner Unterrichtsvorbereitung, der Materialsammlung, der allgemeinen Organisation hilfreich sein. Dies muss sich nicht unbedingt in der Durchführung von Unterricht bemerkbar machen. Hier bieten Smartphones und Tablets ein neues Potenzial. Die Anwendung dieser Geräte und der entsprechenden Apps schaffen Vertrauen im Umgang und wecken Ideen der unterrichtlichen Verwendung. Im zweiten Schritt werden so die Smartphones der Schüler als Arbeitsgeräte wahrgenommen, deren Chancen erkannt werden. Hier setzt dann aber eine neue Hürde ein: Die persönliche Nutzung ist kein Modell für eine Unterrichtsnutzung.

Wenn ich möchte, dass Schüler auf ihrem Smartphone ihre Lösung in ein PDF-Formular eingeben, dann ergeben sich hieraus sehr viele Teilprobleme: Wie erstelle ich ein PDF-Formular? Wie verteile ich es an die Schüler? Mit welcher App können sie es bearbeiten? Ist das auf allen Geräten und Systemen möglich? Was machen Schüler, die (momentan) kein Smartphone verfügbar haben? Kann ich die Aufgabe verpflichtend machen? Müssen sich alle Schüler ein Smartphone kaufen? Wie können sozial Schwache dies leisten? Wie geben die Schüler mir ihre Lösungen zurück? Wie kann ich die Lösungen bearbeiten bzw. korrigieren und erneut zurückgeben?

Dieser Workflow muss durchdacht und erprobt werden. Wenn dies mit den Schülern eingeübt ist, entlastet dies den gesamten Prozess. Der Gewinn an Zeit ist dann immens. – Nie mehr in der Schlange vor dem Kopierer stehen, den Papierstau verfluchen, die vier Seiten auf viel zu kleine zwei Seiten verkleinern, das Lochen, das Tragen und Verteilen, das Aufbewahren der Kopien für fehlende Schüler … Dies wäre ja nur ein kleiner, sehr persönlicher Gewinn.

Es müssten Verfahren sein, die auch von anderen Kollegen und in anderen Fächern nutzbar sind. Dann kann auf der Kenntnis dieses Verfahrens aufgebaut werden, eine zeitintensive Einführung würde entfallen. Diese Standards existieren bei den analogen Medien und werden überhaupt nicht mehr hinterfragt.

Oft wird der Einsatz digitaler Medien nach dem zu erwartenden Mehrwert gegenüber der Nutzung analoger Medien befragt. Müsste man diese Frage nicht auch umkehren? Welchen Mehrwert hat es z.B. farbige Abbildungen als analoge Schwarzweißkopie zu verteilen?

Es geht aber ja nicht um einen Ersatz analoger Medien bzw. deren Abschaffung. Digitale Medien bieten ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Ein kaum wahrgenommener riesiger Vorteil ist z.B. die gleichzeitige Arbeit (lesend und schreibend) an gemeinsamen Dokumenten, was sogar an unterschiedlichen Orten erfolgen kann.

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Ein Gedanke zu “Über

  1. Der Bericht über den Stand der digitalen Schulbücher ist ebenso informativ wie niederschmetternd. Leider war das Jenseits-der-Zeit-Sein auch früher so: Als das Internet „erwachte“, boten die Schulbuchverlage CD’s an.

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